Da Vinci und Skywalker
Da Vinci und Skywalker
 

Neuigkeiten von der Honey Bee Ranch Sommer 2015

Der Sommer 2015 war trocken und heiß.

Die Schweine haben ihr tägliches Bad genossen und lange und ausgiebig gesuhlt, die Futterernte war leider bescheiden.

Unsere junge Sau Daisy ( ihr Name war ursprünglich Rambo aber nachdem sie eine so liebevolle Mutter ist haben wir uns umentschieden) hat ihre ersten Ferkel bekommen. 11 Stück.

Jetzt leben im Schweineland 4 große und die Ferkel. Wir lernen auch jeden Tag dazu. Ich bin selber immer wieder fasziniert über das Sozialleben der Schweine. Hat Daisy sich doch abgesondert ab Anfang August. Sie war in eine andere Ecke des Stalls gewandert und hat dort geschlafen immer begleitet von ihrer Schwester Buttercup. Am 9. August allerdings war sie ganz alleine in ihrer Ecke am Abend und am Morgen des 10. August waren 11 kleine Schweine geboren. Daisy war etwas hektisch und aufgeregt, sobald sich jemand dem Stall genähert hat. Da sprang dann Oma Wolke ein und hat mit ihren furchteinflößenden 300 kg und bösem Grunzlauten jeden Besucher sofort verscheucht.  Daisy hat es gut geschafft sich mit ihren Kindern zu verständigen. Die gefährlichen ersten 2 Tagen in denen die Ferkel zwar verstehen wenn sie zur Seite gehen sollen aber noch nicht zu welcher haben wir mit nur 2 Verlusten sonst gut überstanden. Die kleine Familie lebte zufrieden am Rande der Schweinekommune. Die Tanten kamen bis auf 2 m heran und durften die Babys anschauen. Dann kam der 3 Tag, große Aufregung im Stall, lautes Quieken, ein Baby verletzt, das linke Hinterbein sah verdreht aus. Also haben wir den Zwerg geholt, Beinchen gerichtet und fixiert, in ein Bauchtuch  gesteckt und alle zwei Stunden gefüttert. 

Ich habe auch zum erstem mal mein Bett mit einem Ferkel geteilt, es hatte wirklich alle 2 Stunden Hunger und danach hat es sofort auf dem Rasen vor der Tür seine Geschäftchen gemacht bevor es sich wieder in meine Halsbeuge gekuschelt hat und eingeschlummert ist. Am nächsten Tag haben wir den Gipsverband abgemacht und durch Tape ersetzt. Am Nachmittag wollte die Kleine nicht mehr fressen, egal was wir versucht haben. Wir haben sie dann neu getaped und schweren Herzens zu ihrer Familie zurückgebracht. Ich hatte Angst, dass die wilde Bande zu viel wird für sie, aber sie ist sofort losgestürmt, ein bisschen holperig noch aber mitten rein und gleich an die Zitze bei der nächsten Fütterung.

Die Freude dauerte nicht lange, am nächsten Tag wieder lautes Geschrei und Aufregung, der Nachbarshund war der Familie zu nah gekommen und in wilder Panik  hat Daisy ein Ferkel so unglücklich getreten das der Bauch offen war und ein Teil der Leber und des Dünndarms heraus hing.  Ein war ein kleines Mädchen, lief trotzdem tapfer im Stall herum. Wir haben sie mitgenommen, die Wunde steril verbunden und sind zu unserem Tierarzt gefahren. Der war skeptisch und hat uns auf die Kosten hingewiesen, aber Apollo, so hatten wir sie getauft, war eine mutige und so tapfere kleine Sau, dass ich es nicht übers Herz brachte sie einschläfern zu lassen. Sie wurde also noch in der gleichen Nacht "notoperiert". als wir sie am nächsten Mittag abgeholt haben war ihre Prognose schlecht. Zu hause wollte sie nichts fressen, sich nicht füttern lassen. wir haben Ihr dann den Bauch mit einem riesen Pflaster, dass um den gesamten Körper verlief, gepolstert mit Mull und getränkt mit Calendula Tinktur, versorgt und zu Ihrer Familie gebracht. Sie hat in der folgenden Woche noch Antibiotika bekommen damit sie keine Entzündung im Bauch bekommt und dazu homöopathische Begleitung und ist heute 3 Woche nach der OP eine kleine, kesse, propere Sau. Ein Foto von ihr ist in der Galerie. Das Einzige was zurückgeblieben ist,  sie hat leider ihr schönes Ringelschwänzchen eingebüßt. Es ist einfach vertrocknet und abgefallen, sie ist trotzdem unsere Süße.  Sollten sich ihre Zitzen  gut entwickeln, trotz der Narbe darf sie bleiben und Babys bekommen. Wir warten das mal ab.

Heute ist im Schweinestall alles ok, die Babys sind schon so groß dass sie überall herumspringen dürfen. Abwechselnd passen die Tanten auf, damit Mutter Daisy auch mal entspannt ein Bad nehmen kann. Wenn Daisy die Babys füttert steht immer eine der Tante dabei und schirmt die Familie vor neugieren Blicken ab, besonders wenn fremde Menschen auf dem Hof sind.  In der Nacht bewachen die Großen alle Ausgänge des Stalls, vor jeder Tür liegt ein großes Schwein und die Kleinen alle zusammengekuschelt in der Mitte.  Ein besonderer Dank geht an unseren Tierarzt Dr. Werner in Buchen für diese tolle Leistung und dieses außergewöhnliche Engagement.

Ein kurzer Überblick über uns und unsere Tiere

ein Teil der Hinterwälderherde mit den Kläbchen JayJay uind Abby im Mai 2013

Wir, das sind Justine und Ulla, möchten gerne unsere Vorstellung von gutem Fleisch und fairem, liebevollem Umgang mit den Tieren realisieren. Deshalb haben wir 2010 angefangen, uns eine kleine Herde Fleischrinder und Rhönschafe aufzubauen.

Wir haben Hinterwälder Rinder, eine vom Aussterben bedrohte Rasse aus Baden und Südtiroler Grauvieh. Insgesamt 8 Mutterkühe (Ice, Wind, Fire, Desert, Earth, Tiger, Heaven, Ocean ), 1 Deckbullen  (Mephisto) und die Nachzucht (siehe Galerie).  Wir kaufen keine Tiere zu, sondern vermarkten nur unsere eigenen Tiere. Mephisto ist ein stattlicher Grauviehbulle mit ca 800 kg Lebendgewicht. Er hütet seine Herde und beschützt die Mütterkühe und hat tagsüber immer Kinderdienst. Es ist interessant zu beobachten wie fürsorglich er sich um die Kälber kümmert während sich die Kühe in aller Ruhe den Bauch vollschlagen. Wir lassen nur die Mutterkühe mit männlichen Kälbern dauerhaft auf der Weide mit dem Bullen um vorzeitige Trächtigkeiten zu vermeinden. Die weiblichen Kälber dürfen in der Regel bis zur nächsten Geburt und darüber hinaus bei ihrer Mutter bleiben. Die Mutterkuh setzt das Kalb rechtzeitig vor der nächsten Geburt ab, das heißt es darf nicht mehr trinken aber weiterhin die Zuneigung und Fürsorge seiner Mutter genießen. Wenn dann das neue Kalb geboren ist gibt es einige Eifersüchteleien, aber es bleibt immer im Rahmen und es wurde noch nie ein Kalb verletzt.

Der zweite Teil der Hintrewälderherde mit Kälbchen SIVA

Alle Rinder sind Sommer wie Winter auf der Weide, mit Ausnahme der Kühe, die im Winter kalben. Diese kommen nach Hause in einen 80 qm großen Laufstall, der mit Stroh eingestreut wird. Dort werden dann die Winterkälbchen geboren und dürfen die ersten Monate gut geschützt vor dem Winterwetter herumspringen. Im Frühling geht es dann zusammen mit ihren Müttern wieder auf die Weiden. Alle anderen Kälber werden im Sommer auf der Weide geboren.  Wir trennen die Bullen nicht von der Herde, 6 Wochen nach der Geburt ist die Kuh wieder deckbereit, doch in der Regel dauert es mindestens 12 Wochen bis sie wieder tragend ist. Eine Trächtigkeit dauert 9 Monate und 10 Tage.

Luciernaga ( Glühwürmchen<spanisch>)

 Alle unsere Tiere haben einen Namen und werden so natürlich und artgerecht gehalten, wie es uns möglich ist. Ist dann doch der Tag gekommen, an dem sie geschlachtet werden sollen, dann sind wir dabei und achten darauf, dass das Tier keinen Stress hat. Bei den Rindern läuft das so ab, dass das Rind von der Weide nach Hause läuft, dort eine Nacht in einer Offenbox verbringt und am nächten Morgen bei einem guten Frühstück vom Metzger betäubt und ausgeblutet wird. Es geht alles mit Ruhe und Geduld. Erst dann wird der Schlachtkörper ins Schlachthaus gefahren und weiterverarbeitet.

Unikeju und ihre Freunde Lombriz und Hormiga

 Unsere Schafsherde besteht aus 14 Muttertieren und auch die kommen im Winter nach Hause und haben dort einen Stall mit Auslauf, bis zum Frühling. Wenn dann alle Lämmer geboren sind, dürfen die Schafe den Sommer über auf die Weide, vornehmlich Obstbaumstücke oder Waldrandwiesen, damit sie genug Schatten finden. Hund und Schaf verstehen sich prima und begrüßen sich jeden morgen.

Wolke und ihre Rasselbande

Zuletzt möchten wir Ihnen noch unsere Schweine vorstellen, Wolke und zwei ihrer Töchter, Littlefoot und Rambo, 2 junge Schwäbisch-Hällische Muttersauen, beide sollen 2015 ihre ersten Ferkel bekommen denn Wolke ist jetzt in die Jahre gekommen und wir möchten ihr nicht mehr so viele Ferkel zumuten. Ob sie nochmal gedeckt wird entscheiden wir im Winter.

Die 3 Damen wohnen in einem Stall mit Paddock und Auslauf. Sie können bei jedem Wetter nach Herzenslust im Schlamm und in der Erde wühlen, oder sich gemütlich in ihr Strohbett kuscheln. Die Ferkel bekommen sie in ihrem Stall, dabei entscheiden sie frei, wo und wann. Wir stellen ihnen lediglich kurz vor der Geburt noch alle Materialien zur Verfügung, die sie brauchen um ein Nest zu bauen, kleine Stöcke, Heu und Blätter. Jede Sau baut dann an einem sonnigen Platz im Stall eine richtige, kleine Höhle, in der die Ferkel die ersten Tage leben. Es ist noch nie passiert, dass eine Sau ihre Ferkel zerdrückt oder verletzt hat.

 

Hier finden Sie uns

"Pulsatilla" Hofladen

der Honey-Bee-Ranch

Am Kaltenberg 5
74722 Buchen

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